Olio Extra Vergine di Oliva: Grün, gut, gesund!

Olio Extra Vergine di Oliva: Grün, gut, gesund!

Im November letzten Jahres – also zur Zeit der Olivenernte – habe ich mich in zwei Blogbeiträgen mit dem Thema Olivenöl beschäftigt: Beginnend beim Baum selbst und seinen Bedürfnissen über die Mühen der händischen Olivenernte bis hin zur aufwändigen Verarbeitung der Oliven in den Ölmühlen. Und heute möchte ich mich – finalmente – dem Ergebnis, gewissermaßen dem Ziel aller Anstrengungen widmen: Nämlich dem fertigen Olio Extra Vergine di Oliva. Für die Qualität aller Öle, die es auf www.ninainchianti.com gibt, lege ich persönlich meine Hand ins Feuer! Und zu guter Letzt hoffe ich, mit meinen Blogbeiträgen auch einen kleinen Beitrag zur Wertschätzung für dieses hervorragende Lebensmittel leisten zu können. Was sonst noch ist bitte so grün, so gesund und schmeckt dabei sooooooo gut!?

Grün, grasig, würzig mit etwas Schärfe – so soll Olivenöl Extra Vergine aus dem Chianti schmecken

Wie gesagt: Die Oliven und ihr kostbares Öl zählen neben den Weintrauben zu den ältesten Nahrungsmitteln des Menschen. Seit Jahrtausenden gibt es Olivenbäume und es wird Olivenöl hergestellt und genossen. Aus der italienisch-mediterranen Küche ist das „grüne Gold“ nicht wegzudenken. Vor allem im Chianti wird auf fast jedem Weingut auch Olivenöl allerhöchster Qualität hergestellt. Darüber hinaus ist Olivenöl extrem gesund: Es hat einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren – das sind die Fette, die für uns Menschen extrem gesund sind. Dazu kommen noch Stoffe im Olivenöl mit stark antioxidativen Eigenschaften: Sie wirken blutverdünnend, hemmen Entzündungen und sollen sogar Krebs und das Altern vorbeugen. Und genau wie beim Wein spiegeln auch die Olivenöle die Eigenheiten des jeweiligen Terroirs und ihres Erzeugers wider. Aktuell sind in meinem Online-Shop zehn verschiedene Olivenöle folgender Winzer und Produzenten zu finden:

Casaloste

Auf einer Fläche von rund zwei Hektar wachsen und gedeihen rund um die Fattoria Casaloste Olivenbäume. Neben den vielfach ausgezeichneten Rotweinen stellen Emilia d’Orsi und ihr Mann Giovanni, die Inhaber der Fattoria Casaloste, Jahr für Jahr auch ein hervorragendes Bio-Olivenöl her.

Fattoria di Rignana

Rund 1.000 Olivenbäume der Sorten Frantoio, Moraiolo und Correggiolo liefern auf der Fattoria e Villa di Rignana die Früchte für den grünen Stoff, aus dem toskanische Gourmet-Träume sind. Dabei werden die 5,5 Hektar Oliven – genauso wie die Weinberge – biologisch bewirtschaftet.

Fontodi

Das Weingut Fontodi ist eines der Flaggschiffe des Chianti Classico. Aber nicht nur der Wein von hier ist etwas Besonderes: Auch die Olivenbäume finden in den Lagen im Conca d`Oro unterhalb der Ortschaft Panzano in Chianti perfekte Voraussetzungen für ihr Gedeihen. Und so entsteht ein biologisch produziertes Olio extra vergine di oliva Chianti Classico DOP aus 80 Prozent Correggiolo- und 20 Prozent Moraiolo-Oliven.

Gagliole

In der hauseigenen Ölmühle wird das Olivenöl von Gagliole gepresst. Rund um das Weingut in Castellina wachsen auf speziell angelegten Terrassen neben den Weinreben auch zahlreiche Olivenbäume.

Il Palagio di Panzano

Ca. 1.200 Olivenbäume der Sorten Frantoio, Moraiolo, Morcaio und Leccino wachsen auf Il Palagio di Panzano auf einer Fläche von knapp drei Hektar. Die Oliven werden sorgfältig von Hand geerntet, in der örtlichen Ölmühle gepresst, in kleineren Edelstahltanks bei konstanter Temperatur gelagert und nach Bedarf in Flaschen abgefüllt.

Le Cinciole

Das Olio Extra Vergine di Oliva wird auf Le Cinciole aus den Früchten der Sorten Frantoio, Moraiolo, Corregiolo und Leccino hergestellt. Diese Bäume wachsen allesamt direkt auf Le Cinciole und werden selbstverständlich biologisch bewirtschaftet.

Le Fonti Panzano

Vicky Schmitt-Vitali und ihr Mann Guido produzieren auf Le Fonti neben hervorragenden Rotweinen auch ein herausragendes Olivenöl Extra Vergine. Rund 1.500 Olivenbäume gibt es auf Le Fonti. Die erste Pressung wird hier traditionell mit einem genussvollen Ritual zelebriert: Über offenem Feuer geröstetes Pane Toscano, darüber das frische Olivenöl und etwas Salz. Buonissimo!

Wenn Le Fonti das erste Olivenöl des Jahres presst, wird das gefeiert

Monte Bernardi

Auf dem Familienweingut Monte Bernardi werden pro Jahr 1.000 bis 1.200 Liter der kostbaren, grün-leuchtenden Goldes hergestellt. Selbstverständlich bewirtschaftet Michael Schmelzer die Anbauflächen der Olivenbäume – wie auch seine Rebflächen – nach den biologisch-dynamischen Prinzipien von Rudolf Steiner.

Rocca di Montegrossi

In den Olivenhainen von Rocca di Montegrossi wachsen und gedeihen in den besten Hanglagen rund 1.000 Olivenbäume – fast ausschließlich die Sorte Coreggiolo und ein paar wenige Moraiolo-Bäume. Geschmacklich ist das Olio Extra Vergine di Oliva DOP del Chianti Classico samtig und zartbitter, dafür im Abgang sehr würzig bis scharf.

Dario Cecchini

Dario Cecchini ist ja eigentlich berühmt für sein Fleisch und seine fleischigen Gerichte aus Antica Macelleria Cecchini. Aber nachdem Olivenöl ein fixer Bestandteil der toskanischen Küche ist, produziert der Fleischermeister kurzerhand sein eigenes Olivenöl. Die Olivenbäume für Darios Öl wachsen ganz in der Nähe von Panzano in Chianti. 

Beste Qualität hat ihren Preis!

Ja, Olivenöl ist ein Produkt, das nicht unbedingt das günstigste ist. Allerdings steckt in einem so qualitativ hochwertigen Lebensmittel, wie es im Chianti von meinen Winzern und anderen Produzenten hergestellt wird, jede Menge Handarbeit, Hingabe und Aufwand. Über den Daumen gerechnet benötigt beispielsweise eine Person für das händische Abernten eines Olivenbaums ca. zwei bis drei Stunden. Dann kann man pro Baum, so wie er hier im Chianti wächst, mit einem Ertrag von ca. einem Liter Olivenöl rechnen. That´s it! Ein Baum, ein Liter… Dazu kommen dann noch die Kosten für die Ölmühle, für Flaschen, Etiketten, Lagerung und Transport etc. Aus diesen Komponenten setzt sich der auf den ersten Blick hohe Preis für echtes, qualitativ hochwertiges Olio Extra Vergine di Oliva zusammen. Leider Gottes wird gerade beim Olivenöl heutzutage oft viel Schindluder getrieben: Da werden beispielsweise Paraffin-Öle mit künstlichen, olivenähnlichen Aromen versetzt – und dann findet der Konsument eben den Liter „Olivenöl“ um zwei Euro im Supermarktregal. Daher möchte ich noch einmal betonen: Alle Olivenöle, die ich in auf ninainchianti.com anbiete, sind – genau wie auch alle Weine – „Verified by Nina“. Ich kenne sie alle. Ich habe sie alle probiert. Und vor allem: Ich kenne alle Produzenten persönlich.

Frisch geröstetes Pane Toscana mit frisch gepresstem Olivenöl – besser geht fast nicht

Alles hat ein Ende – aber manchmal kommt es eben später…

Bevor ich nun zum Ende meiner Serie an Blogbeiträgen über das Olivenöl komme, gibt es noch eine Sache, die mir wirklich am Herzen liegt: Olivenöl ist ein Lebensmittel, das – wie alle anderen Lebensmittel auch – mit einem Ablaufdatum versehen ist. Und selbstverständlich verkaufe ich das Olivenöl ausschließlich im Rahmen dieser Haltbarkeit. Aber: Wenn man Olivenöl gut aufbewahrt – sprich an einem kühlen und idealerweise dunklen Ort – dann ist es ohne Weiteres auch noch lange nach dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums einwandfrei. Meistens sogar noch mehrere Jahre nach dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums. Es kann natürlich sein, dass sich die Farbe des Olivenöls ein wenig verändert – je jünger ein Öl ist, desto grüner ist es, je älter ein Öl ist, desto gold-gelber wird es. Eine weitere „Alterserscheinung“ kann es sein, dass das Olivenöl ein wenig an Würze verliert. Aber das war´s dann eigentlich auch schon. Wenn man sich nicht sicher ist, ob ein Olivenöl noch gut ist: Einfach ein kleines bisschen auf einen Löffel tropfen und daran riechen. Wenn das Öl noch gut riecht, ist alles in Ordnung und das grüne Gold kann bedenkenlos genossen werden. Wichtig dabei ist mir, dass man ein Lebensmittel wie das Olivenöl, das mit einem derart großen Aufwand und in einer derartig hochwertigen Qualität produziert wird, nicht einfach gedankenlos wegwirft.

 

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